Otto pfiff, den vereinbarten Pfiff, er klatschte in die Hände. Das erleuchtete Fenster öffnete sich, und ein Schatten neigte sich heraus.
„Wer ist da?“ Es war Hedis Stimme.
„Ich bin es“, antwortete Otto mit heller und lauter Stimme. „Ihr habt doch Gesellschaft heute?“
Der Schatten trat zurück. Erst nach einer Weile wurde Hedis Stimme wieder hörbar.
„Sie sind es?“ sagte sie stockend. „Nein, die Gesellschaft wurde abgesagt, Ströbel ist verreist!“
„Sie? Seit wann sagen wir Sie zueinander?“ sagte Otto lachend. Er konnte Hedi nur undeutlich erkennen, durch Büsche hindurch, an denen das Wasser herabrann. Das erleuchtete Fenster ging auf einen kleinen, dichtbewachsenen Garten hinaus.
Wieder zögerte Hedis Stimme. „Es ist völlig nebensächlich,“ sagte sie, „aber lassen wir es dabei. Er mußte unerwartet in Geschäften fort, und der Abend wurde verschoben.“
„Schade! Sehr fatal!“
Der Regen prasselte auf Ottos Mantel, Ströme von Wasser wirbelten um seine Füße. Selbst aus dem Boden sprangen Bäche.
„Ja, leider“, sagte Hedi und schickte sich an, das Fenster zu schließen. „Gute Nacht.“ Der Regen verschluckte ihre Stimme.