„Einen Augenblick —“ beeilte sich Otto, und die Fensterflügel blieben halb offen stehen. „Ich bin durch diese Sintflut gewatet, in der Erwartung, fröhliche Menschen zu finden —“

„Das ist sehr bedauerlich“, sagte Hedi spöttisch.

Otto lachte belustigt auf. „Sehr bedauerlich? Hören Sie, Hedi — oder höre, Hedi — ich finde es töricht, Sie zu dir zu sagen — halte du es ganz wie du willst — ich hatte gerade heute das Bedürfnis, Freunde zu sehen — sei nett und lieb, öffne und koche etwas Kaffee. Ich bin völlig durchnäßt.“

„Ich bin ganz allein.“

„Ist das ein Grund —?“ Eigentümlich war der Tonfall dieser Frage.

Hedi antwortete nicht sogleich. Er fühlte ihren Blick.

„Gehe doch zu ihr!“ sagte sie dann. Aber sie schloß das Fenster nicht.

Otto stockte.

„Ich komme soeben von ihr!“ sagte er hierauf. Diese Antwort war sehr kühn, und er wußte genau, daß er alles aufs Spiel setzte. Aber er hatte seiner Stimme einen gleichgültigen und gelangweilten Klang gegeben.

Schweigen. Der Regen rauschte.