Seht, seht, ihr Menschen! Fallt in die Knie!
Ihre Augenhöhlen sind Löcher, die Lider darüber genäht, weiße Kugeln im roten Fleisch. Treu und achtsam trippeln die Hunde, die sie führen. Seht ihr Menschen, es sind nur Tiere.
Auch sie sind auf die Straße gekommen. Was hat man ihnen nicht alles versprochen, in feierlichen Ansprachen, Proklamationen, Erlassen?
Hier also sind sie!
Die Fußgänger weichen gegen die Häuser zurück und erbleichen. Nur die Feisten, die im Kriege dick wurden, sie empfinden nichts.
Der General steht mit dem Hute in der Hand.
Wieder kochten die Straßen von Menschen und roten Fahnen. Wieder gerannen sie zuweilen, und es bildeten sich eine Menge Inseln von debattierenden Menschen.
Die Novembermänner jagten auf ihren Wagen dahin. Lastautos schoben sich durch das brodelnde Meer der Köpfe, mit Maschinengewehren, roten Flaggen und Rednern, die zur Menge sprachen.
Drehorgeln, Feldgraue, die Geige spielten auf einer Zigarrenkiste, blinde Soldaten, die sangen, Soldaten, die tanzten, auf den Händen liefen, wie Akrobaten Stühle in den Zähnen trugen — und Scharen von Verkäufern in grauen Soldatenmänteln, mit Waren aller Art.
Plötzlich aber stoben die Menschen auseinander. Beine eilten, Arme ruderten durch die Luft, Hüte rollten über den Asphalt. Gewehrfeuer knatterte. Ein Maschinengewehr feuerte — und schon waren die Straßen reingefegt. Nur ein paar verwegene Feldgraue sprangen noch an den Häusern entlang, von Torweg zu Torweg.