„Und einmal wollten Sie mich verhaften!“

„Ich weiß es!“

„Meine Wohnung haben Sie an sich gerissen und entweiht. In eine Irrenanstalt wollten Sie mich bringen lassen — drohten mir, verfolgten mich auf Schritt und Tritt. Sagten, ich sei geistesgestört.“

Kunze wischte sich den Schweiß von der Stirn.

„Alles Befehl“, stammelte er, und hielt Herrn Herbst am Mantel fest. „Es wurde befohlen, und ich mußte gehorchen. Man hätte Sie ja sofort in ein Irrenhaus gebracht, weil Sie diesem hohen Offizier lästig wurden — ich aber bürgte für Sie, setzte mich für Sie ein, aus Mitleid . . .“

„Und in die Zwangsjacke wollten Sie mich stecken lassen! Ja, jedem wird gemessen werden nach seinen Verdiensten, Gerechtigkeit herrscht wieder in diesem Lande. Ich darf wohl bitten!“

„Auf den Knien, Herr Herbst, verehrtester —!“ Kunze klammerte sich an den Havelock.

Da aber wandte Herbst den Blick auf die beiden Soldaten, die nicht von seiner Seite gewichen waren. Ein Blick nur, aber er genügt!

Augenblicklich trat einer der beiden Trabanten vor.

„Was will er denn?“ fragte eine tiefe, rauhe Stimme.