Zwei, drei Sätze und die wütende Faust des Generals hatte den Havelock erfaßt.

„Was wollen Sie von mir? Sprechen Sie!“

Der kleine alte Mann krümmte sich zusammen.

„Was wissen Sie von meiner Tochter. Sprechen sie jetzt — oder, oder —!“

Da zerfloß der kleine alte Mann, wie Nebel. Eine Sekunde noch das bläulich-weiße Gesicht, grüne Funken, wo die Augen waren — fort.

So heftig war die Erregung, daß der General auffuhr. Er saß bei Tisch. Allein.

Ohne zu denken, griff er wieder nach Messer und Gabel und bemühte sich, kleine Stückchen von dem kalten Fleisch auf seinem Teller abzuschneiden. Er griff nach dem Glas — aber schon erlahmte wieder die Hand.

Kalt, kalt, die Kälte! Es war eisig kalt in diesem Zimmer.

Und doch, der Ofen glühte. Er näherte die Hände — deutlich sah er das Eisen glühen — aber, wie merkwürdig, keine Wärme. Nun erst, da er mit den langen Nägeln das rote Eisen berührte, spürte er einen Hauch von Erwärmung. Ein eisiger Luftstrom blies ihn an.

Sonderbar — seit jenem Tage hatte es begonnen! Deutlich erinnerte er sich noch, wie das schneeblaue Gesicht durch die Scheiben ins Foyer starrte, an den Briefumschlag sogar, der von häßlicher, unangenehmer grüner Färbung war. Seit jenem Tage war die Unruhe über ihn gekommen. Überall hatte er diesen kleinen geistesgestörten alten Mann gesehen — vor dem Hause, vor dem Restaurant, ja selbst wenn er einen Blick aus seinem Arbeitszimmer warf, da stand er auf dem Platze. Sogar in der Nacht begegnete er ihm häufig.