Aber nun kam sie selbst, die Armee, unendlich wie die Wellen des Meeres. Regiment an Regiment, die Waffen klirren, so ziehen sie an ihm vorüber.

Fester hüllt er sich in den Mantel. Eisig pfeift der Wind! Die Luft ist gefroren, Eis, schon klafften Spalten in der Luft, wie in Gletschern, aber die Armee marschiert. Ihr Schritt donnert.

Da, da — dort!

Die Stadt! Dunkel, finster, qualmend. Und deutlich sind die roten Flaggen zu sehen, die über der finsteren, qualmenden Stadt wehen. Ganz deutlich! Frech flattern die Fahnen der Rebellen.

Der General hebt die Hand — Angriff! — und die Armee, unendlich, unübersehbar, wälzt sich der qualmenden Stadt entgegen.

Eisig aber, entsetzlich eisig, scharf wie Gift bläst der Wind, und dichter, immer dichter, hüllt der General sich in den Mantel. Schon zerfrißt die Kälte den Stoff, Stücke lösen sich. Schon zerfrißt die Kälte die Haut, die sich aufrollt, schon zerfrißt die Kälte die Lungen . . .

10

Niki sang sein Morgenlied, aber der General erhob sich nicht.

Eingehüllt in seinen grauen Feldmantel lag er da. Seine Augen standen offen — was sahen sie?

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