Wie —? Nein, in der Tat, er hatte den Brief nicht gelesen.

Aber —? Was wollte er — gefallen, auf der Höhe der Vier Winde, auf Quatre vents — nun, und — wie? — sogar von Ruth stand etwas hier, denn Ruth war wohl gemeint — wie? Nein — er hatte den Brief wirklich nur ganz flüchtig überflogen — er erinnerte sich nur, daß von der Bitte um eine Audienz die Rede war.

Wirr — mehr noch, viel mehr als wirr:

— untertänigst bitte ich um eine Audienz. Mein einziger Sohn, Robert, hat unter dem Befehl des Herrn Generals gekämpft. Er ist am 5. August beim Sturm auf Quatre vents gefallen. Er war begeisterter Soldat, Jäger, die einzige Hoffnung und der Stolz seiner Eltern. Ich bitte, mir gnädigst mitzuteilen, wo sein Grab sich befindet, und besonders, ob das Grab nicht den Granaten ausgesetzt ist! Dies beunruhigt mich sehr, so daß ich gänzlich schlaflos geworden bin —

Wie? Was meint er? Ob das Grab —?

Der General ist in ungeheure Erregung geraten. Seine Augen starren.

Die Höhe! Ja, der Brief hat die Erinnerung an die Höhe in seinem Blut geweckt.

Das dunkle, mit Borsten bestandene Ungeheuer qualmt plötzlich wieder vor den Augen des Generals: Quatre vents! Der 4., 5. und 6. August — am Abend des 6. war sie verloren!

Am 4., 5. und 6. ratterten die Lastautos vorüber, der Schmutz spritzte — behangen mit Schwärmen von Menschen. Rote Gesichter, schweißhelle Augen — sie schwangen die Helme: hurra — und der General, auf der Treppe seines Schlosses — salutierte. Welches Feuer! Die Erde bebte — jetzt hörte er es wieder! Die Hölle! Brennend stürzte ein französisches Flugzeug in den Schloßpark, mitten in den Rosengarten.

„Herr General, die Jägerbataillone!“