Plötzlich sieht der General die junge Dame vor sich im Wagen, als sei es gestern gewesen. Jahrelang waren ihre Züge in ihm erloschen. Sie ist gepudert und trägt ein Schönheitspflästerchen am Kinn. Ihre Augen sind warm und leuchten eigentümlich aus der Tiefe.
Diese junge Dame mit dem Schönheitspflästerchen, die er seinerzeit aus dem Ballsaal entführte, wurde seine Frau.
Lange, lange Zeit —
Der General öffnet den Mund und ringt nach Luft.
— — — — — — — —
Aus dem hellerleuchteten Entree der roten Backsteinvilla, ganz mit Efeu bewachsen, stürzt ein Diener in zebragestreiftem Kittel und öffnet den Wagenschlag.
„Herr General!“
„Herr General?“
Der General erhebt sich. Mit steifen Gliedern, den Rücken etwas gebeugt, steigt er aus dem Wagen.
„Frau v. Dönhoff empfängt?“