„Sie hatten das Unglück, in Gefangenschaft zu geraten,“ begrüße ich ihn.
Er zuckt lächelnd die Achsel: „Was wollen Sie? Wir waren vollkommen abgeschnitten. Es war nichts mehr zu tun.“
„Sind Sie aktiver Offizier?“
„Ja, aktiver.“ Er spricht sogar etwas Deutsch.
Neben ihm taucht der rothaarige Kopf eines Sergeanten auf. Er blickt mit kalten, feindseligen Augen auf mich und erinnert mich an ein Eichhörnchen. Ich bin überzeugt, daß er die Schauergeschichten glaubt, die die französischen Schmutzblätter über uns schreiben.
„Wie lange wird Joffre die Sache bei Souchez und Loretto noch fortsetzen?“ frage ich den jungen Offizier. Ich weiß genau, was er antworten wird, aber man plaudert.
„Noch lange! Wir haben noch große Reserven.“
„Wie denkt man in Frankreich über einen zweiten Winter?“
„Man ist darauf gefaßt und bereitet vor.“
„Genau wie wir. Wir haben diesmal noch dickere Mäntel machen lassen, damit unsre Leute nicht frieren.“