Die Kanoniere, sechs an der Zahl, stehen hinter den Geschützen, die Arme verschränkt, in Hemdärmeln, lachend und vergnügt, als fingen sie 28er Schiffsgranaten mit der bloßen Hand auf. Sie haben nur eine kleine Mauer aus Sandsäcken aufgebaut, die ihnen den Rücken decken soll, wenn sie an den Geschützen arbeiten. Neugierig lassen sie uns herankommen. Sie stehen keineswegs in Deckung, sie stehen im freien Felde, wie es sich für einen Kanonier gehört.
Meine Begleiter sind hohe Stabsoffiziere, aber das kümmert die Kanoniere wenig. Sie sind die Herren dieses Feldes, das ist offenbar, und es ist schon eine große Freundlichkeit, wenn sie uns passieren lassen.
„Guten Morgen!“
„Gut’ Morg’n!“
Sie wackeln ein bißchen mit den Beinen, rücken die Stiefel zusammen und bringen die Hände flüchtig in die Gegend der Hosennaht. Große Umstände machen sie nicht mit uns. Offizier und Mann, sagen sie sich, hier außen ist das schon so ziemlich eine Sache.
Es sind ganz prachtvolle Burschen. Kaltblütig und ruhig stehen sie hier, während ein paar hundert Meter entfernt die schweren Granaten einhauen und jederzeit eine Granate abschwenken kann.
Ein langer, der größte von ihnen, blinzelt belustigt. „Dicke Luft!“ sagt er und freut sich. Die Mütze sitzt ihm keck auf dem Ohr, die nackten braunen Arme hat er über dem offenen Hemd verschränkt. „Dicke Luft,“ sagen die Grauen, wenn es etwas lebhaft zugeht.
„Kann man quer durchs Feld nach La Bassée gehen?“
„Das kann man schon!“ antwortet der Lange.
„Übernehmen Sie die Garantie?“