So rasch wie möglich eilte Grau nach Hause, kleidete sich um und nach einer kleinen Weile kam er wieder rasch die Stufen herab.
Die helle Bluse Hammerbachers leuchtete gerade unter dem Tore. Er wartete immer noch.
Grau berührte Hammerbachers Schulter und sagte: „Wünschen Sie, daß ich den Herrn herunterrufe, ich gehe gerade hinein?“
Hammerbacher fuhr herum, er blickte Grau erschrocken an, schlug die Augen nieder und nahm die Kappe ab. „Guten Abend.“
„Nun, wie steht es, soll ich den Herrn herunterrufen? Es ist nicht sehr angenehm zu warten in dieser Kälte, nicht wahr?“
„Welchen Herrn?“
„Wie gut wir uns verstehen!“ sagte Grau und blickte den Burschen scharf an. „Ist es nicht merkwürdig, wie gut wir uns verstehen?“
Hammerbacher lächelte verlegen. „Ich habe damals gelogen, als ich bei Ihnen war, aus Not — sie ließen mir keine Ruhe mehr — dieses Gestichel —“
Grau schüttelte den Kopf: „Wie konnten Sie nur so etwas tun?“ sagte er mit mildem Vorwurf. „Das hätten Sie nicht tun sollen, es hat Sie befleckt für immer. Nein, sagen Sie mir nichts, ich weiß wohl, wann Sie gelogen haben, Hammerbacher. Damals haben Sie nicht gelogen, denn damals konnten Sie gar nicht lügen, das wissen Sie recht wohl!“
Sie hätten ihm ja keine Ruhe mehr gelassen.