„Ich darf doch ein wenig mit Ihnen eintreten?“ sagte Grau. „Nur, bis Sie ganz in Ordnung sind, Herr Eisenhut.“ Er sah Eisenhut lächelnd ins Gesicht.

Achtes Kapitel

Eisenhut nahm eine demütige Haltung an. Er nickte und schloß die fleckige Tür mit dem kleinen Guckfensterchen auf. Er verneigte sich und sagte mit demütigen Augen und einer linkischen, rührenden Handbewegung: „Treten Sie ein in mein Haus!“

Im Hause war es ganz dunkel und es roch dumpf und feucht wie in einem Keller. Etwas raschelte und sprang über Graus Füße. „Es gibt Ratten hier, deshalb bewohne ich den ersten Stock,“ sagte Eisenhut und zündete eine kleine Talgkerze an.

Grau blickte sich gespannt um: In der Ecke stand eine alte Holzfigur, ein Heiliger, dessen Arme abgeschlagen waren.

Grau nickte. Ich bin aber noch nie in diesem Hause gewesen, dachte er und starrte die Figur an. Er war wie betäubt.

Eisenhut öffnete unterdessen ein hohes eisernes Gitter, das das Treppenhaus abschloß. „Eine alte Figur, die ich auf dem Speicher fand. Bitte!“

„Ja!“

Kaum hatte Grau einen Fuß auf die Stufen gesetzt, als es im ganzen Hause schrill zu läuten begann. „Das sind Alarmglocken. Ich wohne ganz allein im Hause.“

Vor Eisenhuts Zimmern im ersten Stock stand ein kleines braunes Hündchen mit einem Backenbart wie ein Oberkellner, und wedelte vergnügt mit dem Schweife und streckte die Zunge heraus.