Sie sah mich an und lächelte eigentümlich, sie stand ganz nahe.
Leben Sie wohl, wiederholte sie, Sie haben mich heute nicht wiedererkannt. Leben Sie wohl.
Leben Sie wohl.
Sie gab mir die Fingerspitzen der beiden Hände und sah mich an. Leben Sie wohl, flüsterte sie, bis wir uns wiedersehen!
Leben Sie wohl.
Sie lächelte und schüttelte den Kopf. Sie wissen nicht, was ich denke? Nein? Leben Sie wohl. — Sie ging und wandte sich noch einmal zu mir um und bewegte die Lippen. Sie verschwand, ich weiß nicht wohin. Ich stand in der Heide und blickte ringsum. — Das ist der ganze Traum,“ schloß Grau.
Adele blickte auf den Boden und lächelte. Wie seltsam! Welch ein schöner Traum! „Vielleicht haben Sie im Traume viele wahre Dinge erblickt, die wir in Wirklichkeit nicht sehen können? Wie seltsam!“ Sie standen am Gitter des Parkes.
Nach einer Weile sagte sie: „Was hat jene Frau doch gemeint, als sie sagte: Sie wissen nicht, was ich denke?“
Grau lächelte. „Wie kann ich es wissen?“
Adele schüttelte den Kopf und öffnete das Gitter, indem sie rückwärts ging. „Sie wissen es nicht? Vielleicht wollte sie, daß Sie fragen, wer sie sei, ob sie nicht mit Ihnen gehen solle? Irgend etwas. Oder vielleicht wollte sie, daß Sie sie zum Abschied küßten?“ Adele lächelte.