„Ja, für fünf Mark wollte er, daß ich mich zwei Monate einsperren lasse!“ Hammerbacher lachte. „Sie treiben oft ihre Späße mit ihm und da wird Herr Eisenhut rasend vor Zorn. Einmal da drohten sie ihm ihn zu erschießen. Sie nahmen Gewehre und Revolver, die er hat, und Herr Eisenhut rannte in den Garten hinaus, aber sie umzingelten ihn. Er hat sie Diebe und Räuber genannt. Er schrie um Hilfe, da sagten sie, wenn du dich entschuldigst, so wollen wir dich diesmal noch laufen lassen. Aber du mußt auch das Notizbuch herausgeben.“

„Was für ein Notizbuch?“

„Wo er hineinschreibt, was sie ihm schuldig sind. Dann hat er ihnen allen die Hände küssen müssen und sie haben furchtbar gelacht. Am andern Morgen habe ich das Fleisch gebracht und Eisenhut hat mich gefragt, ob ich mir fünf Mark verdienen will.“

„Sie haben aber abgelehnt?“

„Ja.“

„Vielleicht hatten Sie nicht den Mut dazu?“ fragte Grau und rauchte lächelnd.

Der Bursche antwortete mit einem kühnen Blick.

„Ich? — Oh, was das anbetrifft — aber ich riskierte zuviel.“

„Ein wenig Prügel hätten die Herren wohl verdient,“ sagte Grau; „wenn Ihnen Herr Eisenhut aber hundert Mark angeboten hätte?“

„Dann schon!“ sagte der Bursche und lachte.