Grau sah ihn an.
Er stand auf. „Ich darf wohl annehmen, daß Sie über unser Gespräch Stillschweigen beobachten,“ sagte er und gab Hammerbacher die Hand. „Ich danke Ihnen für Ihren Besuch und Ihr Vertrauen. Ich denke es wird das beste sein, Sie durch eine Notiz in der Zeitung von dem Verdachte zu reinigen, nicht wahr? Das wäre wohl das klügste und wirksamste. Guten Abend, Herr Hammerbacher! Eine Frage noch, erlauben Sie, Herr Eisenhut steht ganz allein, wie? Leben seine Eltern nicht mehr?“
„Sein Vater ist tot, er ist vor Geiz verhungert. Herrn Eisenhuts Mutter lebt noch, aber sie ist nicht richtig im Kopfe.“
„Wohnt sie bei Herrn Eisenhut?“
„Nein. Sie wohnt bei einer Lehrersfrau beim Bahnhof draußen.“
„Sie wissen nicht wie die Lehrersfrau heißt? Heißt sie nicht Löwenherz?“
„Nein, ich weiß es nicht. Aber sie hat den Namen Mütterchen, weil sie so klein ist.“
„Ah, ja!“ rief Grau aus. „Herr Eisenhut wird wohl öfters hinaus kommen zu seiner Mutter?“
„Ja, ich sehe ihn oft hinausgehen.“
„Gut, danke Ihnen, mein Freund! Morgen werde ich die Notiz in der Zeitung bringen. Und vergessen Sie nicht, Herr Hammerbacher: Halten Sie das Andenken an Fräulein Sammet hoch!“