„Hierher!“ keuchte die Stimme. „Ich bin es. O’Niel!“

Ja, O’Niel, der große Irländer war es. Er, dessen Knochen sonst soviel Platz wegnahmen, saß eingerammt zwischen Pfosten, die rechte Gesichtshälfte von Blut überströmt; grau, wie mit Asche bedeckt sah er aus und seine Augen waren rote schmerzhafte Feuer.

„Ich bin fertig, Hobby!“ keuchte O’Niel. „Was ist geschehen? Ich bin fertig und leide schrecklich. Erschieße mich, Hobby!“

Hobby versuchte einen Balken zur Seite zu schieben. Er nahm alle Kraft zusammen, stürzte aber plötzlich auf unerklärliche Weise zu Boden.

„Es hat keinen Wert, Hobby,“ fuhr O’Niel fort. „Ich bin fertig und leide! Erschieße mich und rette dich!“

Ja, O’Niel war fertig, Hobby sah es. Er nahm den Revolver aus der Tasche. Die Waffe wog zentnerschwer in seiner Hand und er konnte den Arm kaum heben.

„Mach’ die Augen zu, O’Niel!“

„Warum sollte ich, Hobby —?“ O’Niel lächelte ein verzweifeltes Lächeln. „Sage Mac, ich habe keine Schuld — danke, Hobby!“

Der Rauch beizte, aber der Feuerschein wurde immer schwächer, so daß Hobby hoffte, er werde erlöschen. Dann gab es keine Gefahr mehr. Da aber ertönten zwei kurze, heftige Detonationen. „Das sind die Sprenghülsen,“ dachte er.

Gleich darauf wurde es heller. Ein hoher Pfosten brannte lichterloh und leuchtete weithin durch den Stollen. Da sah Hobby, wie einzelne sich auswühlten und andere langsam, Schritt für Schritt vorwärts kletterten, nackte, schmutzige Rücken und Arme, schwefelgelb im Feuerschein. Es winselte und schrie aus dem Gestein, Hände ragten heraus und winkten mit verkrampften Fingern, und dort hob sich der Boden ruckweise in die Höhe, aber die Schuttlage sank immer wieder herab.