Allan ging eine Stunde im Sand auf und ab. Es wurde Nacht. Dann ging er durch den vereisten, gefrorenen Garten hindurch und trat auf die Straße.

Andy, der Chauffeur, hatte die Lampen eingeschaltet.

„Fahre mich zur Station, Andy, fahre langsam!“ sagte Allan, tonlos und heiser, und stieg in den Wagen.

Andy wischte sich die Nase am Ärmel ab und sein Gesicht war naß von Tränen.

Allan vergrub sich in den Mantel und zog die Mütze tief über den Kopf. „Es ist merkwürdig,“ dachte er, „als ich von der Katastrophe hörte, habe ich zuerst an den Tunnel gedacht und dann erst an die Menschen!“ Und er gähnte. Er war so müde, daß er keine Hand rühren konnte.

Die Menschenmauer stand wie vorher, denn sie wartete auf die Rückkehr der Rettungszüge.

Niemand schrie mehr. Niemand schwang die Faust. Er war ihnen ja jetzt ähnlich geworden, er trug am gleichen Schmerz. Die Leute machten von selbst Platz, als Allan hindurchfuhr und ausstieg. Nie hatten sie einen Menschen so bleich gesehen.

7.

Allan betrat das kalte Beratungszimmer der Station, für gewöhnlich ein Wartsaal.

Auf den Baustellen gab es weder Zeremoniell noch Formalitäten. Niemand fiel es ein, den Hut abzunehmen oder sich irgendwie stören zu lassen. Heute aber verstummten augenblicklich die erregten Gespräche, und jene, die die Müdigkeit in einen Stuhl geworfen hatte, erhoben sich.