„Macs Krüppel.“

Die Gruppe bestand aus einer Schar von Männern, denen eine Hand oder ein Arm fehlte, oder ein Bein; Stelzfüße, und selbst solche, die sich an zwei Krücken vorwärts schwangen wie Glocken. Hinter ihnen trotteten Männer mit gelben, kranken Gesichtern. Das waren die, die an der „Beuge“ litten.

Die Tunnelmänner marschierten in Reihen von zehn zu zehn und die Prozession war über fünf Kilometer lang. Ihr Schwanz schlüpfte gerade aus dem Hudson-River-Tunnel, als der Kopf Wallstreet erreichte. In vollkommener Ordnung wälzte sich das Heer der Tunnelmänner durch den Broadway, und die Straßen, die es passierte, diese von den Reifen der Autos blankgeschliffenen Straßen, waren noch am nächsten Tag getüpfelt mit den Abdrücken von Schuhnägeln. Der Verkehr war unterbunden. Endlose Züge von Trams, Wagen, Automobilen warteten auf das Ende des Zuges. Alle Fenster und Auslagen waren von Neugierigen besetzt. Jeder wollte die Tunnelmen gesehen haben, die mit ihren gelben Grubengesichtern, ausgearbeiteten Händen und gekrümmten Rücken in den schweren Stiefeln dahintrotteten. Sie brachten aus dem Tunnel eine Atmosphäre von Grauen mit. Sie alle waren ja da drinnen in den dunklen Stollen gewesen, wo der Tod ihre Gefährten niedergemacht hatte. Ein Rasseln von Ketten stieg aus ihren Reihen empor, ein Geruch von Sträflingen und Entrechteten.

Die Photographen visierten und knipsten, die Kinematographen drehten die Kurbel. Aus den Läden der Barbiere stürzten eingeseifte Kunden, die Serviette am Kinn, aus den Schuhläden Damen mit einem Schuh, in den Kleidermagazinen standen Kunden in Hemdärmeln und selbst solche in Unterhosen. Die Verkäuferinnen, Arbeitsmädchen und Kontoristinnen der Waren- und Geschäftshäuser lagen rot vor Aufregung und zappelnd vor Neugierde beängstigend weit über die Simse gebeugt in den Fenstern vom ersten bis zum zwanzigsten Stockwerk. Sie schrien und quiekten und schwenkten die Taschentücher. Aber die Woge von Lärm, die von der Straße heraufschlug, trug ihre hellen Schreie mit nach oben, so daß man sie nicht hören konnte.

In einem unscheinbaren Privatauto, das mitten in dem brandenden Menschenstrom unter Hunderten von andern Gefährten wartete, saßen Lloyd und Ethel. Ethel bebte vor Erregung und Neugierde. Sie schrie in einem fort: „Look at them — just look at them — look! look!“ Sie pries den glücklichen Zufall, der sie mitten in die Parade hineingeraten ließ.

„Vater — sie bringen Allan! Hallo! Siehst du ihn?“

Und Lloyd, der im Hintergrund des Wagens zusammengekauert saß und durch ein Guckloch blickte, sagte gleichmütig: „Ich sehe ja, Ethel!“

Als Lloyd selbst vorbeigetragen wurde, lachte sie hell auf, außer sich vor Vergnügen.

„Das bist du, Papa!“