S. Woolf wuchs in diesem Moment über sich hinaus, sein Dämonium streckte ihn ins Überlebensgroße.

Sein Plan war fertig, eingraviert in seinen Schädel, haarscharf, unsichtbar für andere Menschen. In zehn Jahren würde es eine neue Großmacht geben, die Großmacht S. Woolf. In zehn Jahren würde die Großmacht S. Woolf den Tunnel annektieren.

Und S. Woolf machte sich ans Werk.

Er tat, was Tausende vor ihm taten, niemals aber tat es jemand in seinem ungeheuren Maßstab! Er ging nicht auf ein Vermögen. Er hatte berechnet, daß er 50 Millionen Dollar für seinen Plan nötig hatte. Und so ging er auf 50 Millionen Dollar. Er handelte kühn, kalt, von Gewissensbissen und Vorurteilen verschont.

Er spekulierte auf eigene Rechnung, obgleich sein Vertrag ihm das ausdrücklich untersagte. Nun, sein Vertrag war ein Stück Papier, tot und nichtig, und diese Bedingung war gerade von jenen andern Großmächten eingefügt worden, um ihm die Hände zu binden. Er kümmerte sich nicht darum. Er kaufte die gesamte Baumwolle Südfloridas und verkaufte sie eine Woche später und verdiente zwei Millionen Dollar. Mit dem Syndikat im Rücken machte S. Woolf seine Geschäfte, ohne daß er einen Dollar des Syndikats dazu benötigte. In einem Jahre brachte er fünf Millionen Dollar auf seine Seite. Mit diesen fünf Millionen ging er in geschlossener Reihe auf den westindischen Tabak los. Aber ein Zyklon zerstörte die Tabakkulturen und die fünf Millionen waren bis auf ein Bataillon von Krüppeln aufgerieben. S. Woolf gab den Kampf nicht auf. Er versuchte es wieder mit der Baumwolle und siehe da, die Baumwolle blieb ihm treu. Er gewann. Er geriet in eine Gewinnserie, gewann immerzu und lieferte erstklassige Schlachten. Dann aber fiel er unerwartet in einen Hinterhalt. Das Kupfer schlug ihn, das er umzingelt hatte. Es waren unbekannte Kupfervorräte da, die ihm in den Rücken fielen und ihn total aufrieben. Er verlor viel Blut und war gezwungen, eine Anleihe bei den Reserven des Syndikats zu machen. Der Strudel hatte ihn erfaßt. S. Woolf pumpte sich die Brust voller Luft und stach in See — aber der Strudel saugte. S. Woolf schwamm großartig, aber er kam nicht von der Stelle. Blickte er zurück, so mußte er konstatieren, daß er Terrain zugesetzt hatte. S. Woolf schwamm verzweifelt und schwor sich, wenn er wieder ins glatte Wasser käme, vorläufig Luft schöpfen und sich von weiteren Abenteuern fernhalten zu wollen.

Das waren S. Woolfs Sorgen, die ihm niemand abnehmen konnte.

Im vorigen Jahre war es ihm noch gelungen, eine befriedigende Bilanz hinzuzaubern. Noch genoß er das volle Vertrauen des Syndikats.

Die Zeiten waren schlecht, die Oktober-Katastrophe hatte den Markt verwüstet, und S. Woolf ergraute, wenn er an den kommenden Januar dachte.