Eine Woche später erfuhr er, daß sein Instinkt ihn nicht betrogen hatte.

Der Baumwollen-Corner war, sobald er verkaufte, in andere Hände übergegangen. Ein Konsortium hatte ihn an sich gebracht, eine Woche gehalten und mit einem Millionengewinn verkauft.

S. Woolf schäumte vor Wut! Wenn er seinem Instinkt gefolgt wäre, so wäre er jetzt auf solidem Grund!

Das war sein erster großer Fehler. Aber in den nächsten Tagen beging er den zweiten. Er hielt das Zinn zu lange. Drei Tage zu lange und verkaufte dann. Er gewann noch immer, aber vor drei Tagen hätte er das Doppelte gewonnen. Er gewann zwölf Prozent, vor drei Tagen hätte er fünfundzwanzig gewonnen. Fünfundzwanzig! und er wäre in Sicht des Festlandes gewesen! S. Woolf wurde grau im Gesicht.

Was war es, daß er nun Fehler über Fehler machte? Die Baumwolle verkaufte er eine Woche zu früh, das Zinn drei Tage zu spät! Er war unsicher geworden, nichts sonst. S. Woolfs Hände waren fortwährend mit Schweiß bedeckt und zitterten. Er taumelte zuweilen auf der Straße, von einer plötzlichen Schwäche überfallen, und häufig fehlte ihm der Mut, über einen Platz zu gehen.

Es war Oktober. Es war genau der zehnte Oktober, der Jahrestag der Katastrophe. Er hatte noch drei Monate Zeit und es gab noch immer eine geringe Möglichkeit, daß er sich rettete. Aber er mußte ein paar Tage ruhen und sich erholen.

Er reiste nach San Sebastian.

Aber gerade als er drei Tage da war und sich sein Zustand schon soweit gebessert hatte, daß ihn die Damen zu interessieren anfingen, erreichte ihn ein Telegramm Allans: seine persönliche Anwesenheit in New York sei unbedingt erforderlich. Allan erwarte ihn mit dem nächsten Dampfer.

S. Woolf nahm den nächsten Zug.