Allan war gegangen.

S. Woolfs fetter Rücken zuckte. Er erhob sich halb betäubt. Seine Brust wurde von einem tränenlosen Schluchzen erschüttert. Er nahm den Hut, strich mit der Hand über den Filz und ging langsam zur Türe.

An der Türe blieb er nochmals stehen. Allan war im Nebenzimmer und mußte ihn hören, wenn er rief. Er öffnete den Mund, aber er brachte keinen Laut hervor. Es war auch einerlei. Denn es hatte keinen Wert!

Er ging. Er knirschte mit den Zähnen vor Zorn, Erniedrigung und Elend. Tränen der Wut traten ihm in die Augen. Oh, wie er Allan jetzt haßte! Er haßte ihn so sehr, daß er Blut auf der Zunge spürte ... Auch Allans Stunde würde noch kommen ...!

Als toter Mann fuhr er im Lift ab.

Er stieg in den Car. „Riverside-Drive!“

Der Chauffeur, der kaum das Gesicht seines Herrn mit einem Blick gestreift hatte, dachte: ‚S. Woolf ist fertig!‘

Zusammengeduckt, grau, mit eingesunkenen Augen saß Woolf im Wagen, ohne etwas zu hören, zu sehen. Er fror vor kaltem Schweiß und kroch in seinen Mantel zurück, wie ein Tier in die Muschel. Dann und wann dachte er, bittern Ekel auf dem Mund: „Er hat mich kalt niedergemacht. Er hat mich geschächtet!“ Etwas anderes vermochte er nicht zu denken.

Es wurde Nacht und der Chauffeur hielt an und fragte, ob er nicht nach Hause fahren solle.

S. Woolf dachte angestrengt nach. Dann sagte er mit tonloser Stimme: „Hundertzehnte!“