„Hast du Tschardas getanzt?“

„Ja, Herr!“

„So tanze Tschardas!“

Juliska sah sich hilflos um. Dann tanzte sie, mehr aus Angst als um des hohen Lohnes willen. Sie machte ungeschickt die Bewegungen der Arme und Beine. Unbekleidet wußte sie mit ihrem Körper nichts anzufangen. Sie trippelte, als ginge sie auf Scherben. Ihre Augen standen voll Wasser und ihre Wangen brannten vor Scham. Ach, ihre Füße, ihre Füße, die nicht ganz rein waren, wo sollte sie sie denn hin tun?

Sie war herrlich. Viele Jahre lang hatte S. Woolf diese rührende Schamhaftigkeit nicht mehr gesehen. Er konnte sich nicht sättigen an ihrem Anblick. „Tanze, Juliska!“

Und Juliska hob ungeschickt Beine und Hände und die Tränen tropften aus dem zurückgeworfenen Kopf auf ihre Brust herab. Dann stand sie still und zitterte.

„Wovor hast du Angst, Juliska?“

„Ich habe keine Angst, Herr!“

„So komm näher!“