„Nein.“ Allan sagte die Wahrheit.
„Nicht? Aber sie sagte einmal zu Mabel Gordon: ich habe Sphinxaugen, alle Leute sagen es. Und du findest sie naiv! Sie ist ja so schrecklich eitel, dieses hübsche Geschöpf, oh, du mein Gott! Jede Woche mindestens einmal erscheint ihr Bild in der Zeitung. Ethel sagt: —! Sie macht Tag und Nacht Reklame für sich, genau wie Hobby. Sogar mit ihrer Wohltätigkeit macht sie Reklame.“
„Vielleicht hat sie aber wirklich ein gutes Herz, Maud?“ warf Allan ein.
„Ethel Lloyd?“ Maud lachte. Dann sah sie Mac plötzlich in die Augen, während sie sich an den Nickelgriffen des sausenden, schleudernden Autos festhielt. „Ist sie wirklich so schön, Ethel?“
„Ja, sie ist schön, Maud. Aber, Gott weiß, weshalb sie sich so stark pudert!“
Maud sah enttäuscht aus. „Hast du dich in sie verliebt, Mac? Wie alle andern?“ fragte sie leise, mit geheuchelter Angst.
Allan lachte und zog sie an sich. „Du bist ein kleiner Narr, Maud!“ rief er aus und drückte ihr Gesicht an seine Wange.
Nun war Maud wieder ganz zufrieden. Wie kam es doch, daß sie heute jede Kleinigkeit irritieren konnte? Was ging Ethel Lloyd sie an?
Sie schwieg eine Weile, dann sagte sie in aufrichtigem Ton: „Es kann übrigens sein, daß Ethel wirklich ein gutes Herz hat, ich glaube es sogar.“