Sie kam in Allans Büro, gerade als er mit Strom konferierte. Sie war ganz in schneeweißen Pelz gehüllt und sah frisch und strahlend aus. „Hallo, Allan!“ begann sie ohne Umschweife, als sei gar nichts vorgefallen. „Wie reizend, daß ich Sie antreffe! Papa schickt mich, ich soll Sie abholen!“ Sie ignorierte Strom vollständig.

„Herr Strom!“ sagte Allan, von Ethels Sicherheit und Ungeniertheit verblüfft.

„Ich hatte schon die Ehre!“ murmelte Strom, verbeugte sich und ging.

Ethel nahm nicht die geringste Notiz davon.

„Ja,“ fuhr sie heiter fort, „ich komme um Sie mitzunehmen, Allan. Heute abend konzertieren die Philharmoniker und Papa bittet Sie, mit uns ins Konzert zu kommen. Mein Auto steht unten.“

Allan blickte ruhig in ihre Augen.

„Ich habe noch zu arbeiten, Fräulein Lloyd,“ sagte er.

Ethel prüfte seinen Blick und tat betrübt.

„Mein Gott, Allan,“ rief sie aus, „ich sehe, Sie zürnen mir noch wegen neulich! Ich war gewiß unartig, aber hören Sie, war es denn nett von Pa, so etwas zu sagen? Ganz als ob ich gegen Sie intrigierte? — Nun, Pa sagte, ich solle Sie unbedingt heute mitbringen. Wenn Sie noch zu tun haben, kann ich ja warten. Das Wetter ist herrlich und ich fahre unterdessen spazieren. Aber ich darf doch auf Sie rechnen? Ich werde Pa sofort telephonieren ...“

Allan wollte absagen. Aber als er in Ethels Augen blickte, wußte er, daß diese Absage ihren Stolz tödlich verletzen würde und damit seine Hoffnungen für immer begraben wären. Aber auch zu einer Zusage konnte er sich nicht entschließen und so antwortete er ausweichend: „Vielleicht, ich kann das jetzt noch nicht sagen.“