Allan lachte über Mauds ungewöhnliche Aufregung und klatschte einigemal laut in die Hände, um ihr eine Freude zu machen.

„Bravo! Bravo!“ rief Maud mit ihrer hellen, hohen Stimme und beugte sich mit vor Erregung feuchten Augen weit über die Logenbrüstung.

Der Dirigent trocknete sich das magere, vor Erschöpfung bleiche Gesicht ab und verbeugte sich wieder und wieder. Als aber der Beifall nicht enden wollte, deutete er mit ausgebreiteten Händen auf das Orchester. Diese Bescheidenheit war offenbar geheuchelt und erweckte Allans unausrottbaren Argwohn gegen Künstler, die er nie für volle Menschen nehmen konnte und, offen herausgesagt, für unnötig hielt. Maud aber schloß sich dem neuen Beifallssturm hingerissen an.

„Meine Handschuhe sind geplatzt, sieh, Mac! Was für ein Künstler! War es nicht wunderbar?“ Ihre Lippen waren verzückt, ihre Augen leuchteten hell wie Bernstein, und Mac fand sie ungewöhnlich schön in ihrer Ekstase. Er lächelte und erwiderte, ein wenig gleichgültiger als er wollte: „Ja, das ist ein großartiger Bursche!“

„Ein Genie ist er!“ rief Maud und klatschte begeistert. „In Paris, Berlin, London habe ich nie so etwas gehört —“ Sie brach ab und wandte das Gesicht der Türe zu, denn Hobby, der Architekt, trat in ihre Loge.

„Hobby!“ schrie Maud, immer noch klatschend, denn sie wollte, wie tausend andere, den Dirigenten nochmals herausrufen. „Klatsche, Hobby, er muß nochmals heraus! Hip! Hip! Bravo!“

Hobby hielt sich die Ohren zu und ließ einen ungezogenen Gassenbubenpfiff hören.

„Hobby!“ schrie Maud. „Wie kannst du dich unterstehen!“ Und sie stampfte empört mit dem Fuß auf. In diesem Moment ließ sich der Dirigent, schweißtriefend, das Taschentuch im Nacken, nochmals sehen, und sie klatschte von neuem rasend.