„Ich will nicht, daß ich dir leid tue, nein ...“ Und von neuem schüttelte sie dies heftige, dumme Weinen.

Mac nahm sie auf den Schoß und bemühte sich, sie durch Liebkosungen zu beruhigen, während er auf sie einsprach. „Ich komme heute abend nach Bronx!“ sagte er schließlich, als sei damit alles wieder in Ordnung gebracht.

Maud trocknete ihr schwimmendes Gesicht ab.

„Gut. Aber wenn du später als halb neun Uhr kommst, so lasse ich mich scheiden von dir!“ Und sie wurde plötzlich tiefrot im Gesicht, als sie dies sagte. „Ich habe oft daran gedacht — ja, Mac, lache nur, das ist keine Art, seine Frau zu behandeln, das sage ich dir.“ Sie umschlang Mac und preßte ihre heiße Wange an sein braunes Gesicht und flüsterte: „O, ich liebe dich so, Mac! Ich liebe dich ja so!“

Ihre Augen glänzten, als sie die zweiunddreißig Stockwerke im Lift abstürzte. Sie fühlte sich wohl und heiß im Herzen, aber schon schämte sie sich ein wenig. Sie dachte an Macs Bestürzung, den Kummer in seinen Augen, seine Ratlosigkeit und das versteckte Erstaunen, daß sie so wenig verstände, wie notwendig all diese Arbeit war. ‚Wie eine dumme Gans habe ich mich benommen‘ — dachte sie — ‚so töricht! Was wird Mac nun wohl von mir denken? Daß ich keinen Mut, keine Geduld und kein Verständnis für seine Arbeit habe — und wie dumm war es ihm vorzulügen, daß ich schon oft an Scheidung gedacht hätte.‘ Das war ihr erst in diesem Augenblick eingefallen.

„Ja, in der Tat, wie eine Gans — a real goose! — habe ich mich benommen,“ sagte sie halblaut, als sie in den Wagen einstieg und lachte leise, um sich über die beschämende Empfindung, sich töricht betragen zu haben, wegzuhelfen.

Allan gab Lion den Auftrag, ihn ein Viertel vor acht aus dem Bureau zu werfen. Pünktlich! Ein paar Minuten vor acht eilte er rasch in ein Geschäft und kaufte eine Menge Geschenke für Edith und einige für Maud, ohne lange zu wählen, denn von diesen Dingen verstand er nichts.

‚Sie hat recht, Maud,‘ dachte er, während er im Auto die sechs Meilen lange schnurgerade Lexington Avenue hinaufschnurrte, und er grübelte angestrengt darüber nach, wie er es künftighin einrichten wolle, um sich seiner Familie mehr widmen zu können. Aber er kam zu keinem Resultat. Die Wahrheit war die, daß die Arbeit von Tag zu Tag mehr anschwoll, anstatt weniger zu werden. ‚Was soll ich tun?‘ dachte er. ‚Wenn ich einen Ersatz für Schlosser hätte, er ist zu unselbständig.‘

Dann erinnerte er sich, daß er einige dringliche Briefe in der Tasche hatte, überlas sie und setzte den Namen darunter. Beim Harlem-River war er damit fertig. Er ließ halten und die Briefe einwerfen. Es war noch zehn Minuten bis halb neun.

„Nimm Boston Road, Andy, let her rip, aber überfahre niemand.“