„Ja. Du hast ihn vergessen!“

Da stand nun Mac beschämt da. „Wie konnte ich nur?“ sagte er. „Noch vorgestern dachte ich daran!“ Nach einer Pause fuhr er fort: „Höre, kleine Maud, ich muß soviel im Kopf haben in diesen Tagen; es ist ja nur, bis der Anfang gemacht ist —“

Da sprang Maud auf und stampfte mit dem Fuße und sah ihn zornrot an, während ihr die Tränen übers Gesicht liefen. „Das sagst du immer — seit Monaten sagst du das! — O, was für ein Leben!“ schluchzte sie und warf sich wieder in den Stuhl und bedeckte das Gesicht mit dem Taschentuch. Mac wurde immer ratloser. Er stand da wie ein ausgescholtener Schulknabe und errötete. Noch nie hatte er Maud so aufgebracht gesehen.

„Nun, höre doch, Maud,“ begann er wieder, „es gibt mehr Arbeit, als ein Mensch annehmen konnte — aber das wird bald besser werden.“ Und er bat sie, noch eine Weile Geduld mit ihm haben zu wollen, sich zu zerstreuen, zu musizieren, Konzerte, Theater zu besuchen.

„O, das habe ich alles schon versucht, es ist langweilig — es wächst mir zum Hals heraus — und immer zu warten und zu warten —!“

Mac schüttelte den Kopf und sah hilflos auf Maud.

„Ja, was sollen wir mit dir tun, girlie — was sollen wir mit dir anfangen?“ fragte er leise. „Vielleicht gingst du besser einige Wochen aufs Land? Nach Berkshire?“

Maud hob rasch den Kopf und sah ihn mit nassen, blanken Augen an.

„Willst du mich ganz los sein?“ fragte sie mit offenem Mund.

„Ach, nein, nein. Ich will nur dein Bestes, liebste Maud. Du tust mir leid — ja, aufrichtig —“