Nach Tisch lag man in den Stühlen auf Deck. Der Abend war gekommen, und die erlöschende Lohe des Sonnenunterganges brannte braun und gewaltig wie der Rauch eines Vulkans. Die Jacht arbeitete mit leisem Knarren. Das Bugwasser zischte gleichmäßig. Dieses leise Knarren und gleichmäßige Zischen schläferte fast alle ein. Man sprach leise, oder man schwieg. Stobwasser war schon tief eingeschlafen.

Nur Mackentin konnte sich noch nicht beruhigen. Er war mit Michael in ein Gespräch geraten, das gedämpft, aber mit großer Leidenschaftlichkeit geführt wurde. Jenny hörte nur dann und wann Bruchstücke des Disputs.

„Gestatten Sie mir,“ sagte Mackentin sehr höflich, mit leicht näselnder Stimme, „Sie werden doch zugeben, daß wir Getreide billiger importieren können, als wir es selbst zu produzieren vermögen?“

„Zurzeit gewiß,“ entgegnete Michael. „Wir werden unsere Methoden verbessern, um konkurrenzfähig zu werden. Ich leugne nicht, daß es heute wirtschaftlicher ist, Nähmaschinen zu exportieren und für den Erlös Getreide einzuführen. Vorausgesetzt natürlich, daß Sie Ihre Nähmaschinen verkaufen können.“

„Aber das kann ich doch jederzeit?“

„Nein, das können Sie nicht. Sonst ständen diese Probleme gar nicht zur Diskussion.“

Pause.

Mackentin überlegte offenbar. Dann fuhr er fort: „Nehmen wir an, daß es Ihnen tatsächlich möglich sein wird, mit Hilfe einer ungeahnten Bodenverbesserung und völlig neuer Methoden die Produktion so zu steigern, daß Sie mehr Getreide produzieren, als Deutschland benötigt, was dann?“

„Dann würde ich das überschüssige Getreide Futterzwecken zuführen und zum Beispiel die Geflügelzucht um ein bedeutendes heben, sodaß Deutschland keine Eier mehr einzuführen braucht.“

„Gut, gut,“ fuhr Mackentin mit etwas erregter Stimme fort. „Gestatten Sie weiter. Nehmen wir an, Sie produzieren noch mehr Getreide und Nahrungsmittel, mehr als Sie verwenden können.“ Mackentin gab sich noch immer nicht geschlagen.