„Dieser Weg ist der einzige, der rasch zum Ziele führt,“ entgegnete der Anwalt. „Ich betrete ihn selbst nicht gern, man ist doch ein Mensch. Aber solch hartnäckigen Frauen gegenüber bleibt etwas anderes nicht übrig. Wir werden Frau Schellenberg beobachten lassen, sind Sie damit einverstanden?“

„Auch das möchte ich gern vermeiden.“

„Dann werden Sie die Scheidung nie erreichen! Also Sie stimmen zu? Wir werden Frau Schellenberg beobachten lassen und dann unsere Trümpfe ausspielen. Es geht nicht anders, glauben Sie mir. Ich habe hundert derartige Fälle bearbeitet. Ich werde Sie auf dem laufenden halten, Herr Schellenberg.“

Schließlich pflichtete Wenzel allen Vorschlägen des Anwaltes bei. „Es ist ja möglich, daß ich mich wieder verheiraten möchte,“ sagte er lachend.

„Ich verstehe Sie, Sie wollen in erster Linie klare Verhältnisse.“

Wenzel spielte nur mit dem Gedanken einer möglichen Heirat. Aber auf jeden Fall traf er bereits seine Vorbereitungen. Seit einem vollen Jahre hatte er seine Scheidungsangelegenheit völlig außer acht gelassen.

Mackentin hatte ein Flugzeug bestellt. Um zehn Uhr morgens waren die Koffer verstaut, und zehn Minuten später hob sich die Maschine in die Luft. Schon begann Mackentin die Handtasche zu öffnen, die er mit in die Kabine gebracht hatte. Er entnahm ihr eine Flasche Sherry, zwei Gläser und ein Schachbrett. Sie hatten kaum das Weichbild von Berlin verlassen, als sie schon eifrig im Spiel waren. Mackentin rieb sich die Hände. Endlich einmal eine ruhige Partie!

Mit Behagen steckte er seine Zigarre in Brand.

Der Pilot schob einen Zettel in die Kabine: „Das Rauchen ist untersagt.“

Wenzel antwortete ihm auf einem Zettel: „Bauen Sie Ihre Kähne so, daß sie nicht brennen können!“