„Unverbesserlich? Weshalb sagst du –?“

„Nun, nun – stoße dich nicht an meinen Worten, Michael. Du hast deine Ansichten – ich die meinen. Ich bin zur Zeit etwas skeptisch allen derartigen Dingen gegenüber. Ich sehe die Menschen mit andern Augen an – aber nichts davon! Später wollen wir ja über alles sprechen. Hörst du – über alles! Erzähle, sprich. Ich habe heute zehn Stunden lang gesprochen und bin etwas abgespannt. Erzähle vorläufig nur von dir, ich höre zu.“

Michael berichtete, während sie speisten. Seine Arbeit, seine Versuche, sein „großer Plan“. Seine Augen strahlten, und die Röte färbte ihm das Gesicht. Er konnte nicht von seiner Arbeit und von seinem „großen Plan“ sprechen, ohne augenblicklich Feuer und Flamme zu werden.

Plötzlich unterbrach ihn Wenzel, der nur zerstreut zuzuhören schien. „Übrigens, wie hast du mich eigentlich gefunden?“ fragte er.

Michael lächelte verlegen. „Ein Zufall! Man hatte mir gesagt, daß du in den Lokalen in der Nähe des Gendarmenmarktes zu verkehren pflegst.“

„Man?“ Wenzel runzelte die Stirne und sog eifrig an einer Krebsschere. Er schwieg eine Weile. „Und so hast du dich also auf den Weg gemacht?“ fragte er dann spöttisch.

„Es war gar nicht schwer, dich zu finden, so wunderlich es auch scheinen mag.“

Wenzel schüttelte den Kopf. „Nur du kannst so etwas fertigbekommen. Aber sprich weiter. Ich interessiere mich für all diese Versuche, wenn ich auch wenig oder nichts davon verstehe. Ich war Offizier und nur auf mechanische Arbeit gedrillt. Was kann diese berühmte Bodenfräse?“

Michael setzte eifrig auseinander, daß diese Fräse den Boden auf fünfzig Zentimeter Tiefe mit kleinen Messerchen zerschnitt, so daß der Boden rigolt wurde, besser als es ein Gärtner mit dem Spaten je vermöchte, vom Pfluge gar nicht zu sprechen.

„Sehr interessant!“