„Mit Vergnügen.“
Der „Rajah“ setzte sich und lud Michael Petroff mit einer herablassenden Handbewegung ein, ebenfalls Platz zu nehmen.
„Ich sehe dich immerfort schreiben —“ begann er.
Michael Petroff lüftete die Mütze: „Michael Petroff, Kapitän der russischen Armee“, sagte er höflich.
Der „Rajah“ sah ihn an und fuhr hierauf mit der gleichen Ruhe und Hoheit fort: „Wenn du schreibst, so mußt du wissen. Und gewiß hast du Weisheiten über Menschen und Dinge aus den heiligen Büchern geschöpft, die uns andern verschlossen bleiben, und dein Leben gemäß den Vorschriften deiner Kaste in Meditationen verbracht. Gut, so lege mir die Worte des Fakirs aus, der nach dem unerforschlichen Ratschluß der Götter das Weltengebäude auf den Schultern trägt! Sprich!“
Michael Petroff lächelte geschmeichelt und verbeugte sich gegen den „Rajah“. Er verstand zwar nicht alles, was der „Rajah“ sprach, aber er fühlte Hochachtung und Verehrung aus seinen Worten. Er fand, daß er gewissermaßen die Verpflichtung habe, den „Rajah“ in das Geheimnis seiner Zeitung einzuweihen, aber zu seiner eigenen Überraschung fragte er: „Sie meinen Freund Engelhardt?“
„Du hörtest, was er sagte?“
„Ja!“
„So sprich!“ Es zeigte sich, daß der „Rajah“ kein einziges Wort, das Engelhardt zu Doktor März sagte, vergessen hatte; Michael Petroff dagegen wußte nahezu nichts mehr und zog sich den Unwillen des „Rajahs“ zu.
„Pardon!“ entschuldigte er sich. „Es gehen mir so viele Dinge durch den Kopf.“