Johann. Geht nach Hause. Eure Eltern werden böse sein.
Zweites Kind. Wir haben keine Eltern. Die Eltern sind tot. Die Türe des Hauses steht immer offen. Aber wir haben Hunger, Johann.
Johann. Ihr habt Hunger? Mit plötzlich leuchtendem Gesicht. Morgen sollt ihr weißes Brot essen und Kuchen aus Mehl und Eiern gebacken. Kommt, ich will euch etwas zeigen. Kommt!
Er steigt auf den Wall. Sie folgen ihm. Der Tag kommt herauf.
Johann. Kommt – kommt! – Seht ihr den Glanz in der Ferne leuchten? Dort, Dort! Am Himmel! Er hebt ein Kind in die Höhe. Siehst du?
Erstes Kind. Ja, Johann, ich sehe den Glanz.
Johann. Das ist Gottes himmlisches Reich, das sich auf die Erde senkt. Er hebt das zweite Kind in die Höhe. Siehst du Gottes heiliges Reich am Himmel schimmern? Siehst du es?
Zweites Kind. Ja, Johann!
Johann hebt das dritte Kind in die Höhe: Vielleicht sind meine Füße zu müde, es zu betreten. Vielleicht hat Gott es anders beschlossen. Vielleicht bin ich nicht würdig, meinen Fuß über die Schwelle des Reiches zu setzen. Ihr aber – ihr – ihr werdet das Reich betreten und selig sein.
Erstes Kind. O König Johann! Wir lieben dich!