Johann. So habe ich dein Zeichen falsch gedeutet, mein Vater im Himmel? Er steht still. Deine Stadt in die Hände der Heiden gegeben –!
Divara. Johann!
Johann. Deine Weisheit hat alles wohl erwogen. Dein Name sei gelobt in alle Ewigkeit!
Divara. Töte mich, Johann! Ich will nicht in ihre Hände fallen. Umklammert seine Knie. Ich habe Angst vor ihnen.
Johann. Zittre nicht, Divara. Denke an den Erlöser am Kreuz, wenn sie das Schwert zücken.
Divara. Töte mich, Johann. Ich war ein sündiges Weib. Ich habe Sünde über Sünde auf mich geladen.
Johann. Gott ist ein milder Richter.
Divara. Ich habe Hille Feiken in den Tod getrieben. Ich habe sie betört, in das Lager des Bischofs zu gehen. Ich habe gebetet, daß sie nicht wiederkommen möge, Johann. Ich wollte nicht, daß Hille dein Weib werde.
Johann. Gott kennt wohl das Herz der armen Kreatur.
Divara. Johann! Nur aus Eitelkeit und Hoffart bin ich dein Weib geworden. Ich liebte Mathys noch, als ich schon dein Weib war. Besuchtest du mich in der Kammer, so schloß ich die Augen und dachte, es sei Mathys.