Johann mit einem seltsamen Lächeln: Es könnte wohl sein, Knipperdolling, daß Gott beschlossen hat, uns das Lager des Bischofs in die Hand zu geben!

Knipperdolling. Johann! Vor der Schanze beim Lamberti-Tor sind achtzig bischöfliche Landsknechte eingetroffen und haben die Waffen abgegeben. Sie schreien: Es lebe Münster! Es lebe König Johann!

Gert tom Kloster. Die Knechte im Lager glauben nicht mehr an den Sieg des Bischofs.

Dusentschur. Sage, des Satans! Sage, der Hölle!

Redecker. Sie weigern sich, noch länger gegen Münster zu kämpfen. Sie erklären die Sache des Bischofs für ungerecht und halten dafür, daß die Sache Münsters die Sache der Gerechtigkeit ist.

Dusentschur. Sage, die Sache des Heils, sage, die Sache des lebendigen, strahlenden Gottes!

Johann. Sagte ich nicht: der Morgenwind hat sich erhoben?

Gert tom Kloster. Das Gleiche berichten die Späher, die wir ins Lager geschickt haben. Das Lager ist in hellem Aufruhr und in Auflösung.

Redecker. Der Bischof fürchtet, du könntest über das Lager herfallen und ihn gefangen nehmen. So wie wir seinerzeit über die Versammlung in Telgte herfielen. Er hat alles zur Flucht vorbereitet.

Dusentschur. Greife ihn, Johann. Strecke deine Hand aus. Gott hat ihn in deine Hand gegeben!