Johann von Raesfeld. Eine Bürgerin aus Münster. Sie fiel den Wachen heute morgen in die Hände.
Dr. Melchior. Sie will Aussagen machen. Etwas leiser zum Bischof. Sie versprach, Euer fürstlichen Gnaden die Schlüssel der Stadt Münster in die Hand zu spielen.
Bischof. Tritt näher, meine Tochter. Wer bist du?
Hille tritt mit dem Lächeln einer Nachtwandlerin näher. Kniet: Ich bin eine unwürdige Magd des Herrn.
Bischof. Erhebe dich, meine Tochter. Was treibt dich zu mir? Was willst du?
Hille erhebt sich. Ihr Gesicht leuchtet.
Dr. Melchior. Das ist ja Hille Feiken, die Hofbäuerin aus Hasselburg im Friesischen?
Hille befangen: Ihr kennt mich, Herr?
Dr. Melchior. Ich sollte dich nicht kennen? Habe ich doch zwei Jahre in der Bibliothek des Grafen von Hasselburg gearbeitet. Du hattest den großen Hof am See. Fünfzig Stück Vieh, der reichste Hof in Hasselburg. Hast du den Hof verlassen?
Hille. Ich habe den Hof nicht mehr.