Johann von Raesfeld mit Schärfe: Eure fürstliche Gnaden mögen befehlen, daß die Stadt Warendorf augenblicklich mit Krieg überzogen wird.

Bischof. Die Stadt Warendorf?

Johann von Raesfeld. Der Rat der Stadt Warendorf hat ein Bündnis mit Münster geschlossen.

Erregung.

Stimmen. Der Rat von Warendorf? Warendorf? Aufruhr!

Der Bischof nach einer Pause, mit großer Ruhe, während seine Augen funkeln: Nehmt zweihundert Reiter, Graf von Schaumburg, oder dreihundert, wenn Ihr es für gut haltet! Nehmt Geschütz. Brecht unverzüglich auf, fallt wie der Wolf über die Stadt Warendorf her, die es gewagt hat, offen gegen uns aufzustehen. Straft die Schuldigen mit dem Schwert. Die Stadt aber steckt an vier Ecken in Brand. Noch heute soll Münster seinen Bundesgenossen in Flammen sehen!

Er gibt ein Zeichen und die Offiziere und Graf Seedorf entfernen sich. Nur die nächste Umgebung des Bischofs bleibt zurück.

Während der Bischof den letzten Befehl gab, wurde Hille Feiken von dem Offizier und zwei Knechten auf die Treppe in der Ecke links geführt. Sie ist herausgeputzt, feierlich, trägt goldene Ketten, eine weiße runde Kopfbedeckung. In der Hand trägt sie einen Sack.

Johann von Raesfeld. Wartet!

Bischof hat Hille Feiken sofort gesehen und voller Verwunderung betrachtet: Wer ist dieses Weib dort?