Hille Feiken zitternd: Ich bin Witwe und ich habe geschworen, daß kein Mann mich mehr antasten soll. Aus diesem Grunde habe ich den Dolch mitgenommen.

Johann von Raesfeld. Du lügst!

Dr. Melchior. Gib der Wahrheit die Ehre, Hille Feiken. Du warst immer eine gottesfürchtige Frau, die alle schätzten.

Johann von Raesfeld. Knechte! Nehmt sie! Streckt sie, bis sie bekennt!

Hille Feiken zitternd: Ich bekenne! Ich bekenne alles!

Johann von Raesfeld. Nun überkommt dich die Angst, seht an!

Hille Feiken. Ich bekenne um der Wahrheit und der Ehre Gottes willen.

Bischof. Was ist das? Sprich, meine Tochter, ich verstehe nichts mehr.

Hille Feiken. Der dort fragte, wozu ich den Sack und den Dolch mitgebracht habe? Ich habe Lügen vorgebracht. – Gott hat mir befohlen, ins Lager zu gehen, zu dir, Bischof –

Johann von Raesfeld. Der Satan hat es dir befohlen.