Dusentschur springt auf, lacht: Will der Bischof Gott mit Kartaunen und Mörsern beschießen?
Johann Krechting. Der Bischof hat den Sturm auf die Stadt beschlossen. Wir aber, die wir als eure Freunde nach Münster kamen, möchten euch ermahnen –
Johann unruhig, ohne starke Überzeugung: Hat der Herr nicht die Heere der Heiden vernichtet mit Roß und Wagen? Schwacher Beifall.
Johann Krechting. Der Bischof ist stark geworden, ihr Herren! Das ist es, was wir euch melden wollten. Auch Münster ist mächtig, wir wissen es. Ihr habt fleißig gebaut und geschanzt. Aber wir haben ja Augen im Kopfe und sehen, was ein Mensch sehen kann.
Tilbeck erhebt sich: Wir haben euch nichts verborgen, ihr Herren, oder verheimlicht! Was habt ihr gesehen?
Johann Krechting schlicht: Freund Tilbeck, wir haben gesehen, daß der Hunger eingezogen ist in die Stadt Münster. Die Räte sind unruhig.
Einige Stimmen halblaut, wie ein Krächzen: Wahr!
Johann erhebt sich rasch. Er gewinnt seine Sicherheit zurück. Seid meine Gäste, ihr Herren und Freunde. Ich will euch zum Mahle laden, gebt mir die Ehre. Heute abend, wenn die Sonne untergeht, will ich dem Volke von Münster ein Mahl geben auf dem Domplatz hier. Dreitausend Gedecke und ich und Divara und mein Hof werden das Volk bewirten. Mit eigenen Augen sollt ihr sehen, Freunde, ob noch Speise und Trank genug ist in der Stadt.
Rottmann als Sprecher des Königs, erhebt sich: Ihr habt vernommen, was König Johann sagte.
Lauter Beifall des Volkes.