Zuweilen erwachte Ingeborg und sie erkannte mich und sprach einige Worte.
Die Stimmen in mir jauchzten. Alle Stimmen waren zu einer geworden und diese jauchzte, jauchzte.
Ihre Stimme klang verändert, kindlich und ein wenig heiser. Häufig vermochte sie es nicht ihre Gedanken zu sammeln. Aber dann sprach sie durch einen Blick, eine Bewegung der Hand und ich wußte, was sie sagen wollte. Sie war blaß und schmal, die Haare umhüllten ihren Kopf und ihre Schultern.
„Ich bin wohl sehr krank?“ fragte sie. Ich lächelte und entgegnete ihr, daß es nun schon besser mit ihr ginge.
„Axel, ich möchte den Himmel sehen!“
Ich zog die Vorhänge zurück, es regnete, die Wälder lagen grau. Eine hohe dunkle Wetterwolke stand drohend am Himmel und ängstliche Vögel flatterten weiß wie Asche hin und her vor ihr.
„Wie geht es unserer kleinen Birke, Axel?“
„Sie ist traurig, daß sie dich nicht sehen kann, Ingeborg.“
„Was tut sie?“
„Sie steht im Regen, wie ein Kind, das nicht ins Haus kann und wartet. Ihr Stamm sieht schneeweiß aus, ihre Blätter hängen durchnäßt nach unten und regen sich nicht.“