Und er wartet, Hermann Ecke, daß sie wiederkäme. Einen Garten legt er ihr an, eine Terrasse baut er ihr. Jahre vergehen. Wo ist Eva? Sie kommt nicht wieder. Aber er wartet und die Jahre vergehen. Lange Jahre war er traurig und niedergeschlagen, aber seht ihn jetzt, straff und aufgerichtet geht er einher mit leuchtenden Augen. Es fragt der Freund: Glaubst du denn, daß Eva wiederkommt? — Hahaha, antwortete Hermann Ecke. Sonst nichts. Hermann Eckes Haare werden weiß. Es fragt der Freund: Was wirst du sagen, wenn Eva wiederkommt?

Königin, werde ich sagen, erwidert Hermann Ecke, dein Thron steht bereit. Laß uns von den kommenden Tagen reden.

Traurig lächelt der Freund, Hermann Ecke hat den Verstand verloren.

Eine Lampe brennt in Evas Zimmer, Sträuße prangen fortwährend in den Vasen. Hermann Ecke steht jeden Abend auf dem Turm und blickt die Straße entlang, ob kein Wagen kommt. Nein, es kommt kein Wagen.

Der Freund sieht Hermann Ecke an und denkt: Bald stirbst du jetzt. Dein Herz ist schwach. Er sinnt.

Ja, Eva hat eine Schwester, die muß kommen, um ihm von Eva zu erzählen und ihm zu sagen, daß sie bald käme, Eva. Die Schwester kommt und spricht mit dem Freunde. Eva ist tot, arm und verlassen ist sie gestorben. Sagen sie ihm das nicht, Beste, spricht der Freund, sagen sie ihm, daß sie in Glanz und Glück lebe und viel gefeiert werde. Bald käme sie zu ihm.

Ja!

Da tritt er ein, Hermann Ecke. Und er richtet die Augen auf die Schwester — er rückt die Brille zurecht — siehst du es —? seine Augen füllt ein überirdischer Glanz. Er breitet die Hände aus — siehst du es? —

Evas Schwester! flüstert der Freund.

Hört es Hermann Ecke? Nein.