Zit! pipst der Vogel. Er blickt rasch zurück, dann gleitet er vom Gesimse und breitet die Flügel aus.
Er fliegt bis zur kleinen Birke, läßt sich nieder und beginnt zu schmettern. Dann schwingt er sich in die Höhe und fliegt hinein ins Tal, berauscht, in großen Bogen. Er begegnet einigen Schwalben und scheint ihnen etwas zuzurufen, denn die Schwalben ändern plötzlich die Richtung und geben ihm ein Streckchen das Geleite.
Ich vermag es nicht, Ingeborg in die Augen zu sehen, und so blicke ich dem kleinen Vogel nach, der in die Freiheit hinausflog. Bald sieht es aus, als fliege ein Schmetterling im geröteten Himmel.
Dann zittert nur noch ein Pünktchen über dem Tale, es tanzt auf und ab.
„Siehst du, ich bin doch nicht so grausam, ihn zurückzuhalten? Ich freue mich mit ihm über seine Freude.“
Da begegne ich Ingeborgs Blick. Sie hat verstanden.
Sie blickt mich an und ich sehe, daß sie irgendetwas tun möchte, um mir zu danken. Aber sie wagt es nicht.
Sie blickt mich nur an.
Wir geben uns die Hand.
Vor dem Hause erzählt der Knecht immer noch von der Kirchweih und dem Tanze in Rotenbuch.