Ich stehe auf. Es dreht mich im Kreise. Vor meinen Augen wird es schwarz. Soll ich niederstürzen? Dürfte ich es doch! Ein klein wenig. Einmal zusammenbrechen, schreien, eine Sekunde nur. Nein, ich tue es nicht, ich stehe aufrecht, ich kämpfe. Ich beginne zu wandern. Meine Wanderung beginnt.
Sie dauerte Wochen, Monate, nun begann sie.
In den Wald? Nein, da ist sie. Vielleicht gar in die weißen Zimmer? Wohin? In den Keller? Da ist sie auch.
Was ich gewesen bin, was ich war, was ich sein konnte, Sonne, Glück, Schönheit, Reichtum. Alles verloren. Vorbei das Wandeln.
Nein, ich brach nicht zusammen, ich schluchzte nicht, ich grub nicht die Nägel in die Schläfen. Das ist nicht wahr, ich tat es nicht. Ich zerriß ein Taschentuch in Streifchen, das tat ich, ja, das!
Ich wanderte. Wenn ich nur gehen durfte.
Auf der Straße waren die Spuren von Rädern und Hufen zu sehen. Fußspuren. Ich entdeckte meinen Schuhabdruck, ich entdeckte ihren Schuhabdruck. Ich sah ihn an. Ich fühlte beobachtende Gesichter hinter mir, deshalb ging ich. Morgen würde man diese Spur im Staube nicht mehr sehen. Sie hat sich in mein Gedächtnis eingegraben, oft träumte ich von der Spur im weißen Staube. Ich ging in den Wald, stand stille. Adieu, adieu, immerzu nahm ich Abschied. Ich ging zurück ins Haus, kam wieder zum Vorschein, stand wieder bei der kleinen Spur im Staube.
Der Wagen kam von der Station zurück. Der Kutscher sprang vom Bock und ein Knecht kam und spannte die Pferde aus.
Ich fragte den Kutscher: „Wo ist Pazzo?“
Der Kutscher hatte ihn nicht mehr gesehen. An der Station sah er ihn zum letztenmal. Weiß der Teufel wo der Hund steckt. Ja, weiß der Teufel — haha!