Ich stand auf, räusperte mich und ging wieder auf und ab. Mein Glück, meinen Sommer im Kopfe, Ingeborg, jeden Schritt, jedes Lachen im Kopfe und das andere im Kopfe, so ging ich hin und her. Ich hatte ja seit einigen Tagen gewußt, daß das andere kommen würde, daß diese Nacht, da alles leer war, kommen würde, ich hatte es gewußt, meine Seele gewappnet — aber — —
Nein, nein, nein!
Ich stand in meinem Zimmer, preßte die Hände auf die Augen und sagte immer das gleiche Wort. Nein, nein, nein . . .
Die Nacht verging, der Tag graute.
Wie verging diese Nacht? Gott weiß es. Auch ich weiß es. Ich denke nicht daran. Ich habe mich nicht auf den Boden geworfen, ich habe mir nicht die Haare gerauft und die Brust zerfleischt, nein, wer dies behauptet, der lügt. Ich hatte nur etwas Blut am Kinn, das war alles.
Die alte Maria entdeckte es, ich hatte es nicht weggewischt. Ich lächelte, so gut es ging, es wollte nicht gut gehen, diesmal, nein, aber doch brachte ich es fertig.
„Ist Pazzo nicht gekommen?“ Nein.
„Der Schlingel!“ sagte ich und lächelte. Ich sah mein Gesicht dabei, wie ich es sagte, mein Lächeln. Meine Stimme hatte sich verändert.
Die alte Maria starrte mich an und ging rückwärts zur Türe hinaus.
Natürlich, ich konnte nicht wie ein Bräutigam aussehen. — — —