Das Schloß lag im kahlen Bergwalde, im Regen, im Winde, geduckt unter den schleppenden Wolken, es sah verlassen aus. Es war still wie ein Haus, in dem jemand gestorben ist.
Die Tage waren lang und die Nächte noch länger. Es regnete und wehte, die Welt hatte ihre trübste Seele.
Diese Tage und Nächte waren nicht leicht zu ertragen.
In den schönsten Stunden, da träumte ich, daß Pazzo zurückkäme und ich mit ihm sprechen könnte, in den schönsten Stunden, da träumte ich von Ingeborg. Ein Rausch brauste durch die weiten Säle, die Blumen der Tapeten blühten wieder, die Gesichter an den Wänden lächelten wieder, es brannten viele Kerzen in meinem Zimmer und ich ging trunkenen Herzens hin und her. Es war Sommer.
Ingeborg lacht und fragt: „Wie oft wirst du mich heute noch küssen?“ Ich stehe vor ihr und meine Brust ist weit. „Tausendmal!“ sage ich. Und Ingeborg schlägt die Hände vors Gesicht, schüttelt sich und lacht.
Es ist Sommer und im Parke singen die Vögel, daß man glaubt, einer schüttele ein Bündel heller Schellen wie verrückt in der Hand.
Die Sonne funkelt. Hallo! Ein Regenbogen ist das Tor zu diesem Hause!
Die Kerzen erlöschen, eine um die andere, es wird dunkeler um mich und dunkler in meinem Herzen.
Ich sitze vor der letzten Kerze und sehe zu, wie sie kleiner wird. So vergeht die Zeit, sie schmilzt und man sieht es.
Ich bin allein, die Gäste gingen.