„Wie heißt du?“ fragte ich und lächelte leise. Es war so manches in diesem Gesichte —

„Maria — ach nun ist Mutter tot!“

„Willst du nicht zu mir kommen, Maria?“ flüsterte ich. Die Stimme wollte mir versagen. Ich hatte vergessen, daß eine Tote im Zimmer lag. „Mein Hauswesen führen?“

Sie brauchten sie hier.

Ich sah mir die Geschwister an. In jedem Gesichte fand ich etwas — etwas —

Vater Giselhers tiefe, ruhige Stimme wurde hörbar vor der Türe, Hüsteln und Sprechen.

Vater Giselher öffnete die Türe. „Tretet ein!“ Durch den Spalt sah man den Kopf eines Schimmels, daneben das runde frostrote Gesicht eines Bauernburschen. Eine Anzahl alter Männerchen und Weiberchen trat ein, so daß das Gemach voller Menschen war. Sie flüsterten, hüstelten und eine Frau begann zu weinen, es klang wie Gekicher.

Ein Greis sagte mit näselnder halblauter Stimme: „Da liegt sie nun, unsere Mutter Giselher.“

Und ein weißhaariges verwachsenes Mütterchen zischelte: „Einen schönen Tod hat sie gehabt,“ und alle nickten mit den Köpfen.

„Sie ruht in Gott.“