Maria und das kleine Kind blieben in der Hütte zurück. „Adieu, Maria,“ sagte ich leise und sah sie an. Sie hatte goldene Haare und blaue Augen — —
Der Schimmel stampfte durch den Schnee und nickte bei jedem Schritte mit dem Kopfe, die Kinder trippelten und die alten zusammengeschrumpften Männer und Weiber humpelten und hinkten, in Tücher eingehüllt, hinter dem schwankenden Sarge einher.
Der Wald begann ringsum zu rauchen. Feiner Schnee fiel.
Es ging steil bergab.
Da kam aus der Tiefe das wehmütige Bimmeln einer Glocke.
Die Kinder begannen bitterlich zu weinen.
Und ich preßte die Hände vors Gesicht und weinte wie die Kinder. Ich weinte leise, damit mich niemand hörte. Leise und unaufhörlich, und je mehr ich weinte, desto leichter wurde es mir im Herzen und ich wähnte nimmermehr aufhören zu können zu weinen.
Vor mir her schwankte der Zug, die Greise und Mütterchen, die Kinder, der Sarg. Feiner Schnee fiel vom Himmel.
Aus dem Tale rief die Glocke.
Und ich weinte, weinte, immerzu und immer heftiger, weinte, weinte — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — —