„Sagen Sie,“ begann sie, „man hat mir viele Dinge von Ihnen erzählt. Ist es wahr, daß Sie buchstäblich das Geld auf die Straße warfen? Sie öffneten das Fenster des Hotels und warfen das Geld auf die Straße.“

„Ja, es war ein kleiner Scherz, es war auch nicht viel eigentlich.“

Ingeborg lächelte und schüttelte den Kopf.

Ich lachte, weil ich an die Balgerei vor meinem Fenster dachte und an meine lustigen Streiche.

Der Wind setzte wieder ein und trieb uns den Berg hinauf, über die Höhe fiel blasser Lichtschein. Der Mond kam herauf, in Wolken eingehüllt, wie ein blindes Auge sah er aus. Alle Dinge warfen plötzlich blasse und wässerige Schatten, die Bäume, wir beide, Pazzo. Ingeborgs Lockenbüschel flatterten und ihre Kleider.

„Das ist die Höhe“, sagte Ingeborg. Wir blieben stehen. Pazzo wartete abseits und begriff die Störung nicht. Sein Schatten sah aus wie die Silhouette eines hochbeinigen Fabelwesens.

Ich nahm den Hut ab.

„Ich danke Ihnen!“ sagte Ingeborg. Ein eigentümliches demütiges Lächeln schimmerte in ihren Augen.

„Dank für den Besuch,“ sagte ich, den Hut in der Hand haltend, „vielleicht führt Sie der Weg wieder einmal an meinem Hause vorüber, Fräulein Giselher?“

Ingeborg lachte.