Kreuzungen. Roman. 6. Auflage. Geh. 4 Mk., geb. 5 Mk.
Vielleicht war Straußens voriger Roman, der „Freund Hein“, packender, vielleicht griff dies wahrhaft bedeutende Buch uns stärker und unmittelbarer ans Herz, weil es unmittelbarer aus eines echten Dichters tiefem Herzen kam. Ein Kunstwerk, ein ganzes, rundes, sind darum die „Kreuzungen“, die Strauß nun folgen ließ, nicht minder; sie sind vielleicht in eigentlichstem Sinne mehr noch Kunstwerk, als „Freund Hein“, insofern gerade in ihnen eine völlig ausgeglichene, zielbewußt in sich ruhende objektive Gestaltungskraft bewunderungswürdig zutage tritt . . . Reifer noch geworden denn zuvor, steht Strauß jetzt beinahe goethisch über seinem Stoff; reifer nicht nur als Künstler, sondern auch als Mensch läßt er nun auch stärker jenen heimatlichen, souveränen Humor hervortreten, der in gelegentlichen Lichtern schon im „Freund Hein“ aufblitzte.
(Hamburger Fremdenblatt)
[Anmerkungen zur Transkription]
Im Original folgt auf Kapitel 24 noch einmal Kapitel 24. Dies und alle nachfolgenden Kapitelnummern wurden stillschweigend korrigiert.
Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt (vorher/nachher):
- ... im Tale. Hundert Kerzen brennen in meinem Zimmmer, ...
... im Tale. Hundert Kerzen brennen in meinem [Zimmer], ... - ... ich den Kopf neigte. Deshalb neigte ich ihn nicht ...
... ich den Kopf neigte. Deshalb neigte ich ihn nicht[,] ... - ... hälst du mich für einen Narren? Kurz und bündig, sieh ...
... [hältst] du mich für einen Narren? Kurz und bündig, sieh ...