Ich erwiderte: „Ich lebe für mich, ich bin müde, ich kann Ihnen nicht sagen wie es kam.“
Das bleiche Mädchengesicht nickte traurig.
„Sie können also nicht mehr lieben?“ sagte sie.
Wie lächerlich klang das.
„Nein,“ entgegnete ich, „ich weiß nicht wie es kommt.“
Ingeborg wandte sich ab und ging mit zögernden Schritten davon. Alles flatterte an ihr.
„Fräulein Giselher,“ sagte ich, „ich wollte Sie mit keinem Worte verletzen. Ich gab mir Mühe aufrichtig zu sein. Ich habe mich gefreut, daß Sie heute zu mir kamen.“
Ingeborg ging. Ihre weiße Gestalt glitt still in die Dämmerung hinein, sie wurde düster, grau, dann sah ich sie nicht mehr.
Ich rief dem Hunde und stieg die Straße hinab.