Wir schwatzen lange Zeit. Die kleinen Geräusche erwachen. Wir rühren uns nicht. Unsere Herzen pochen dumpf.

„Wie schön!“ flüstert Ingeborg. „Noch nie war es so schön und so traut!“

Traut! sagt sie. Das ist ein wunderschönes Wort.

Ein bleierner Ton fällt in der Ferne. Die Uhr im Dorfe drunten schlägt. Es ist so still im Tale, daß man die Uhr weit hinein in die Wälder hört.

Ingeborg zuckt zusammen.

„Wir haben Zeit,“ flüstere ich.

Ingeborg nickt.

Eine Geschichte erwacht in meinem Kopfe, als ich sage: wir haben Zeit.

„Wir haben Zeit — wir haben Zeit. Höre, süße Ingeborg, ich denke an zwei junge Menschen, die auf dem Meere segeln. Es ist die Tochter eines Fürsten und ein junger Goldschmied. Er hat der Tochter des Fürsten ein Geschmeide überbracht, da sahen sie einander. Höre, sie liebten sich und entflohen über das Meer.

Unser Schiff ist wie eine Wiege, die zwei Kindlein schaukelt, flüstert die Geliebte. Der Gespiele erwidert: